Der Ortsverein - SPD Markdorf

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Der Ortsverein

| DER ORTSVEREIN

SPD der Stadt Markdorf wurde Anno 1896 erstmals erwähnt. Wir feiern also 2019 unser 123-jähriges Bestehen. Damit steht die SPD länger - als alle anderen Parteien zusammen - für das Wohl und die Zukunft der Stadt Markdorf ein. Untereinander Helfen, zueinander stehen, Solidarität und soziale Gerechtigkeit - das sind unsere Grundwerte von Anbeginn an. Wir zeichnen uns als SPD Markdorf besonders durch die Zuverlässigkeit und Geradlinigkeit bei Aussagen, klare Standpunkte und feste Überzeugungen aus.
UNSERE GESCHICHTE

Seit nun 123 Jahren (erstmals erwähnt am 19. Januar 1896) setzt sich die SPD, als älteste Partei der Bundesrepublik Deutschland, in Markdorf aktiv für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Anno 1896 wurde die Markdorfer SPD erstmals im Zusammenhang mit einer Versammlung auf der Gemarktung Oberteuringen erwähnt:

"Oberteuringen, bekanntlich ebenfalls keine ausgesprochene Hochburg der Sozialdemokratie, beherbergte schon im Jahr 1896 eine SPD-Versammlung auf seiner Gemarkung. Dieselbe wurde offenbar von den „Sozialdemokraten in dem benachbarten Markdorf, Baden" veranlasst und fand in Neuhaus statt. Redakteur Agster aus Stuttgart sprach hierbei zum Thema „Was will die Sozialdemokratie?".        <\zum Vergrößern auf das Bild klicken>

Als weitere offizielle Parteivertreter traten ein Konstanzer Sozialdemokrat namens Kron, welcher die Versammlung leitete, sowie der Markdorfer Arzt Dr. Gebhard auf." Aber natürlich gab es, wie vielerorts in Deutschland, schon Jahre vorher zu Zeiten Bismarcks sogenannte "sozialdemokratische Umtriebe", die dann aber, wie überall, durch Bismarcks "Sozialistengesetze" verboten und unterbunden wurden. Auch in der Zeit der Nazi-Diktatur von 1933 bis 1945 wurde die SPD in Markdorf verboten und gnadenlos verfolgt.

Warum, so muss man sich hier fragen, sind die "Sozis" schon immer so "gefährlich" für manch andere? Nun, vielleicht lag und liegt es es daran, dass sie das Wörtchen sozial ganz einfach mit "gemeinschaftsdienlich" übersetzen. Und vor allem, dass Sozialdemokraten tatsächlich immer den Gemeinnutzen über den Eigennutzen stellen. Statt Ellbogenfreiheit wollen wir Solidarität. Und der Traum von einer humaneren und gerechteren Welt leitet uns schon seit mehr als einem Jahrhundert.
UNSERE VORSTÄNDE

die den SPD Ortsverein Markdorf mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft geleitet, mit Herzblut vorangegangen sind und die Mitglieder durch alle Höhen und Tiefen begleitet haben.

      • 0000 bis 1970 - Alfred Bastian
      • 1970 bis 1977 - Hans Zeller
      • 1977 bis 1984 - Fritz Leberl*
      • 0000 bis 1998 - Uwe Achilles
      • 1998 bis 2000 - Arnim Zumstein
      • 2000 bis 2014 - Manfred Bastian
      • 2014 bis 0000 - Hans-Peter Sieger                                 

* Link bzw.Bild zum öffnen
PRESSEBERICHTE

Aus der Schwäbischen vom 22.09.2014

Aus dem Südkurier vom 22.09.2014
DIE SPD MARKDORF SCHREIBT GESCHICHTE

Erstmalig im Bodenseekreis und darüber hinaus ist die Ernennung Hans Zeller zum Ehrenvorsitzenden der SPD Markdorf zu nennen. Seine Ernennung erfolgte im Rahmen einer Ehrungsfeier am 19.10.2014 mit unserem MdB Martin Gerster und Bürgermeister Georg Riedmann.
USPD IN MARKDORF

In den Stadtratsprotokollen von Markdorf vom November 1918 bis Dezember 1920 taucht erstmals am 30. November 1918 ein Arbeiter- Bauern- und Soldatenrat auf, dem als Raum für seinen Geschäftsbetrieb die Wachstube in widerruflicher Weise überlassen wird.
Ein Gesuch vom 12. bzw. 18. Dezember 1918 des Arbeiter- Bauern- und Soldatenrates, der wechselweise auch als Soldatenrat oder Volksrat bezeichnet wird, den Sitzungen des Gemeinderates durch 2 Mitglieder beizuwohnen, wird abgelehnt, weil bereits 2 Mitglieder dem Arbeiter- Bauern- und Soldatenrat angehören. In der Sitzung vom 16. Januar 1919 wird beschlossen, dass 2 Mitglieder aus der Arbeiterschaft in den Gemeinderat zugewählt werden.
Dieser Zuwahl widerspricht der Volksrat, so dass am 31. Januar 1919  2 neue Mitglieder aus der Arbeiterschaft zugewählt werden, die der Volksrat vorgeschlagen hat. Am 13.2.1920 kommt ein Antrag der organisierten Arbeiterschaft der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USP) Markdorf im Gemeinderat zur Vorlage, dass zukünftig die Veröffentlichungen der Gemeinderatsberichte auch an die organisierte Arbeiterschaft in der USP gehen sollen.
Dem Antrag wird entsprochen mit dem Vorbehalt, dass weder der Gang der Sitzungen noch das Abstimmungsverhalten in den  Gemeinderatssitzungen bekannt gegeben wird.
Aus dem oben genannten können Sie ersehen, dass es also auch in Markdorf sowohl einen Arbeiter- Bauern- und Soldatenrat gab, wie auch eine USPD Gruppe. Generell ist mein Eindruck, dass wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum, es auch in kleiner Orten, eine Bewegung der Arbeiterschaft gab.
(@2018 - Walter Hutter - Archiv Markdorf)
100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT...

...ist auch das Thema "SPD in Markdorf". Die SPD ist die erste und auch einzige Partei, die das Frauenwahlrecht in ihr Parteiprogramm aufgenommen hat. 1919 war es auch die SPD, die ihre ersten weiblichen Abgeordneten in die Nationalversammlung entsandte.

Als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung spricht am 19. Februar 1919 die Sozialdemokratin Marie Juchacz aus Berlin:
"Ich möchte hier feststellen ..., dass wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa in dem althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist."

  • 1891 - Die SPD nimmt auf ihrem Parteitag die Forderung nach dem Frauenstimmrecht in das Parteiprogramm auf. Clara Zetkin spricht vor den Delegierten über die proletarische Frauenbewegung.
  • 1911 - Am 19. März findet der erste Internationale Frauentag, organisiert von Clara Zetkin und Käthe Duncker statt. Dieser Tag wurde von den sozialdemokratischen Frauen als Kampftag für das Frauenwahlrecht eingeführt. Luise Zietz schätzte den ersten internationalen Frauentag als „wuchtige sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht“ ein.
  • 1919 - Die Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung vom 19. Januar 1919 war die erste, an der Frauen als Wählerinnen und Gewählte teilnahmen. Über 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen gaben ihre Stimme ab. Es kandidierten 300 Frauen. Von den insgesamt 423 Abgeordneten zogen 37 Frauen in die Nationalversammlung ein.
UNSERE CHRONIK IN MARKDORF

...die SPD Markdorf findet sich (leider) lückenhaft in der Chronik der Stadt Markdorf wieder. Erstmalig erwähnt wurden die Sozialdemokraten 1896, wo die sie in der Gemarktung Oberteuringen eine SPD-Versammlung (siehe Text oben) abgehalten haben.

Die vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg belegten Wahlergebnisse von Markdorf zeigen,
  • dass die SPD in Markdorf 1919 bei der Wahl der verfassungsgebende National-versammlung dabei war - zwar mit einem verschwindend geringen Wahlergebnis, aber immerhin.
  • dass die SPD in Markdorf 1932 bei der Reichstagswahl bereits 4,0% der Wähler hinter sich vereinigen konnte.
  • dass die SPD in Markdorf 1949 erstmals wieder bei der Bundestagswahl mit 23% Wählergunst aktiv war.

In der unseligen NS-Zeit von 1933 bis 1945 wurde die SPD verboten und verfolgt - so auch in Markdorf. Das die Markdorfer Sozialdemokraten sich nicht unterdrücken ließen, hinter verschlossenen Türen und im Stillen aktiv waren, belegt die Tatsache, dass bereit 1947 - als die Politik wieder leben durfte - die SPD vor Ort wieder präsent war und 1949 erstmalig wieder in Markdorf zur Bundestagswahl angetreten ist.

1919 - Nationalversammlung

1932 - Reichstagswahl
INFORMATIONEN

Die Wahl zur Deutschen National-Versammlung fand am 19. Januar 1919 statt. Sie war die erste reichsweite Wahl nach der Novemberrevolution von 1918 und hatte zum Ziel die Bildung einer verfassungsgebenden Nationalversammlung.

1933-1945: Nationalsozialisten übernahmen die Macht. Wenige Wochen später ist die Diktatur auch in Markdorf zu spüren. Gemeinderäte werden ausgetauscht. Das Rathaus verliert seine Macht:
Anfang April wird der Gemeinderat umgebildet. Die Räte müssen ihre Sitze an die NSDAP abtreten.

Bericht aus der Schwäbische Zeitung

1949 - Bundestagswahl
BADEN-WÜRTTEMBERG LEBEN
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