Unechte Teilortswahl - SPD Markdorf

Direkt zum Seiteninhalt

Unechte Teilortswahl

| UNECHTE TEILORTSWAHL

Die unechte Teilortswahl wurde in den 1970er-Jahren im Zuge der Gemeindereform in Markdorf eingeführt. Dadurch wird den Ortsteilen eine bestimmte Zahl von Sitzen im Gemeinderat garantiert: drei für Riedheim und zwei für Ittendorf. Über 40 Jahre nach der Gemeindereform hat sich zwischen Markdorf, Riedheim und Ittendorf längst ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt“. Im Gemeinderat werde kein Ortsteil bevorzugt oder benachteiligt. Unabhängig davon habe jeder Gemeinderat nicht die Interessen eines Ortsteiles zu vertreten, sondern die Belange aller Einwohner der Gesamtgemeinde.



Markdorf ist - anders wie diese Karte vermuten lässt - tief gespalten. Die Teilorte (oder etwa nur die Räte) fühlen sich selbst nach 40 Jahren gemeinsames Arbeiten nicht als eine gemeinsame Stadt, nicht als Markdorferinnen und Markdorfer.

Trotz nachweislicher Fehlstimmen und ungültigen Stimmzetteln aufgrund dieses komplizierten und auch antiquierten Wahlsystems, sehen die Ortschaftsräte ihre garantierten Plätze im Rat gefährdet.
| WAS WIR BISHER GEMACHT HABEN

Diskutiert wurde das Thema bereits im Jahr 2005 und nochmals vor Ende der Amtszeit von Bernd Gerber als Bürgermeister 2013. Es kam aber nicht zur Abstimmung. Gedacht worden sei die unechte Teilortswahl nach der Gebietsreform ja nur für eine Übergangszeit, bis die Gemeindeteile zusammengewachsen seien.
Die SPD hat dieses Thema 2017 nun erneut in den Gemeinderat eingebracht, wurde aber leider mit der Mehrheit aus den Fraktionen abgelehnt.

Begründungen: "Ittendorf möchte eigenständig bleiben" so Markus Heimgartner und sieht sich als "besserer Stammtisch", Hubert Roth möchte für Riedheim "garantierte Plätze" und empfindet dies als "schlechten politischen Stil". Bürgermeister Riedmann  kann "seine Stimme nicht geben" und dieses Projekt "ist zu groß, um darüber entscheiden zu können"...
| WIE WIR WEITERARBEITEN WERDEN

Die SPD Markdorf wird an der Abschaffung der Unechten Teilortswahl weiterarbeiten, dies bewerben und wieder vorlegen.
BADEN-WÜRTTEMBERG LEBEN
Zurück zum Seiteninhalt